
Ankunft Eichenau nach 380 km
Startort war der Selber Ortsteil Erkersreuth. Von dort fährt man über den schönen Radweg entlang der Selb nach Schwarzenhammer und Thierstein. Über Braunersgrün, Thiersheim, Wampen und Lorenzreuth erreicht man ohne viel Mühe die Stadt Marktredwitz. Dann beginnt allerdings der Anstieg über den Steinwaldradweg 10 km nach Herzogöd und Fuchsmühl. Die Abfahrt nach Wiesau ist angenehm. Über Schönhaid fährt man nach der Autobahnüber-querung in das Dorf Seidlersreuth, um dort auf den Waldnaabtalradweg zu gelangen. Bei der Jugendherberge Tannenlohe fährt man ins wildromantische Waldnaabtal und folgt weiterhin dem Radweg. Bei meiner Rast bei der Blockhütte im Waldnaabtal war es etwas irritierend für mich, wie mir der weitere Weg nach Windischeschenbach gewiesen wurde. Nach meiner Frage, wie ich denn nach Windischeschenbach käme, wurde mir ein Weg, der seinen Namen nicht verdient und auch als Wanderer nur schwer begehbar ist, gezeigt. Ich musste mit meinem Fahrrad samt 13 kg Gepäck gut 2 km über Stock und Stein schieben, bis ich wieder einen Himmel über mir sah. Ich bin bis dato den Ausschilderungen nach Windischeschenbach gefolgt. Ab der Blockhütte war Neuhaus ausgeschildert, Dass Neuhaus ein Ortsteil von Windischeschenbach ist, wusste ich als Ortsunkundiger nicht. Nichts desto Trotz. Von Neuhaus, dass ich dann endlich erreichte, über Wurz ist es dann nicht mehr weit bis Neustadt/WN, meinem ersten Etappenziel.
Von Neustadt/WN fährt man zunächst an der Bahnlinie entlang, dann wieder über den Waldnaabtalradweg nach Weiden. Man wird etwas „mit der Kirche um das Dorf“ geführt, aber durch schöne Landschaften. In Weiden angekommen, kämpft man sich durch die Stadt. Eine Radwegausschilderung hab ich nicht gesehen, deshalb fuhr ich über Ullersricht und Rothenstadt nach Luhe-Wildenau. Der kürzere Weg über Pirk war leider gesperrt. Der weitere Weg über Pfreimd und Naburg war landschaftlich sehr schön und bereitete keine Probleme. In Naburg fand ich Dank eines freundlichen Polizisten einen Superradweg bis zum Etappenziel in Schwarzenfeld.
Ab Schwarzenfeld nimmt man am Besten den Radweg an der linken Naabseite bis nach Schwandorf. Von dort bin ich auf der Bundesstraße nach Burglengenfeld gefahren, weil sich der Verkehr in Grenzen hielt. Es geht weiter über ruhige Seitenstraßen bis Kallmünz und dann auf der Bundesstraße fast eben über Pielenhofen bis Etterzhausen. Dort bleibt man auf der rechten Naabseite, fährt in den Ort und nimmt den Radweg nach Mariaort. Über Riegling und Sinzing beginnt dann der etwa 10 km lange Anstieg nach Eilsbrunn, meinem dritten Etappenziel.
Die Abfahrt von Eilsbrunn nach Sinzing entschädigt für die Strapazen des langen Anstiegs vom Vortag. Kurz nach Sinzing hab ich irgendwie den Donauradweg verloren und befand mich zwar in schöner Natur, aber von einem Weg war nichts zu sehen. Über Wiesen und Felder erreichte ich den Golfplatz von Sinzing und ab da – wieder auf dem Donauradweg – ging es weiter bis Gundelzhausen. Den Donaubogen kürzte ich ab und nahm eine 7 km lange Steigung über Kapfenberg in Kauf. Bei Saal a.d.Donau überquerte ich die Donau. Welliges und bergiges Gelände sowie böiger Wind und nasskaltes Wetter begleiteten mich bei meiner Fahrt durch die Holledau nach Abensberg und Siegenburg. Über Elsendorf und Lindkirchen gab es aber keine weiteren Probleme bis zum Etappenziel in Mainburg.
Zunächst gab es ab Mainburg durch die Holledau eine „Rolletappe“ mit keinen nennenswerten Steigungen. Zudem war der Abensradweg gut beschildert. Dann folgte ein längerer Anstieg von Au hinauf nach Attenkirchen. Der Radweg führt hier an der B 301 entlang. Ein erneuter Anstieg führte von Zolling hinauf nach Freising. Ab Freising bin ich auf der B 11 bis zur Abzweigung nach Attaching gefahren und unmittelbar nach der Überquerung der Isar nach rechts abgebogen. Fischerhäuser ist dann ausgeschildert und ich gelangte ohne Mühe zum Zielort.
Die letzte Etappe führte vom Ismaninger Ortsteil Fischerhäuser in Richtung Ismaning und dann über den ausgeschilderten Radweg nach Garching. Von dort geht es weiter bis Oberschleißheim, wo dann wieder einmal die Beschilderung fehlte. Viele Baustellen begleiteten mich zudem auf dem Weg nach Dachau. Nun galt es, die vielbefahrene Bundesstraße B 471 zu vermeiden. Ich bin durch Dachau bis zur Anschlussstelle Dachau-Süd gefahren. Dort habe ich die B 471 überquert und die ruhigere, wenn auch längere Strecke über Eschenried gewählt. Beim Gasthof Kreuzhof fährt man Richtung Gröbenzell, überquert die Autobahn und radelt dann weiter über Geiselbullach nach Olching. Von dort waren es dann nur noch 4 km bis zum Zielort Eichenau bei Fürstenfeldbruck und die 6-Tages-Tour durch Bayern war geschafft.
Der Grund für diese Tour über 380 km war der Besuch von Tochter und Schwiegersohn in Eichenau – diesmal jedoch ohne Auto und ohne jegliche weitere Motorkraft.
1. Tag:
Erkersreuth – Thierstein – Braunersgrün – Autohof Thiersheim – Wampen – Lorenzreuth – Marktredwitz – Fuchsmühl – Wiesau – Schönhaid – Seidlersreuth – Waldnaabtal – Windischeschenbach/Neuhaus – Wurz – Neustadt/WN (84 km)
2. Tag:
Neustadt/WN – Weiden – Ullersricht – Rothenstadt – Luhe-Wildenau – Wernberg-Köblitz – Pfreimd – Naburg – Schwarzenfeld (53 km)
3. Tag:
Schwarzenfeld – Schwandorf – Burglengenfeld – Kallmünz – Duggendorf – Pielenhofen – Penk – Etterzhausen – Mariaort – Riegling – Sinzing – Eilsbrunn (75 km)
4. Tag:
Eilsbrunn – Sinzing – Gundelshausen – Kapfenberg – Saal a.d.Donau – Thaldorf – Abensberg – Siegenburg – Elsendorf – Lindkirchen – Mainburg (64 km)
5. Tag:
Mainburg – Rudelzhausen – Au – Reichertshausen – Attenkirchen – Zolling – Freising – (B11 Richtung Attaching und Halbergmoos) – Erching –
Ismaning-Fischerhäuser ( 54 km)
6. Tag:
Ismaning-Fischerhäuser – (Richtung Ismaning, dann Radweg nach Garching) – Garching – Oberschleißhaim – Dachau – Dachau-Süd – Eschenried – Gröbenzell – Geiselbullach – Olching – Eichenau (50 km)