
3 Tage Zeit für Helden
3 Tage Zeit für Helden” war eine landesweite Aktion der Jugendarbeit in Bayern und des Bayerischen Jugendrings mit all seinen Mitgliedsverbänden, den Jugendringen, der Kommunalen und Offenen Jugendarbeit, die vom 12. bis 15. Juli 2007 dezentral stattfand. Jugendgruppen aus ganz Bayern zeigten in verschiedenen, lokalen Aktionen drei Tage lang, was junge Frauen und Männer ehrenamtlich in die Hand nehmen und leisten können: Sie stellten sich der Herausforderung, innerhalb von drei Tagen vor Ort eine gemeinnützige Aufgabe mit einem sozialen, kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, integrativen oder ökologischen Schwerpunkt zu lösen – ohne diese Aufgabe vorher zu kennen. Ihren Inhalt erfuhren sie erst zu Beginn der Aktion. Die Bandbreite war groß: so wurden landesweit Spielplätze renoviert, Biotope angelegt, mit spektakulären Aktionen Gelder für Bedürftige gesammelt oder Einrichtungen wie Alten- und Behindertenheime kreativ verschönert, um nur einen kleinen Teil zu nennen.
Mitmachen konnte jede Gruppe junger Menschen, z.B. Jugendgruppen aus Jugendverbänden, Jugendzentren und sonstigen Jugendinitiativen. Sie führten 3 Tage lang vor Ort eine soziale, kulturelle, gesellschaftliche, politische, integrative oder ökologische Aktion durch. Die Aktivitäten wurden durch die örtlichen Träger der Jugendarbeit umgesetzt: Jugendringe, Jugendverbände, Jugendinitiativen bzw. Einrichtungen der Offenen und kommunalen Jugendarbeit. In jedem Stadt- oder Kreisjugendring gab es einen lokalen Koordinierungskreis für die Aktion. Das Ergebnis war überwältigend. 1.953 Jugendgruppen mit insgesamt fast 40.000 Teilnehmer/-innen aus ganz Bayern nahmen an der Aktion “3 Tage Zeit für Helden” teil. Diese bislang größte Aktion der Jugendarbeit im Freistaat war eine Initiative des Bayerischen Jugendrings, der in diesem Jahr sein sechzigjähriges Bestehen feierte.
Der Radiosender Bayern 3 unterstützte die Aktion als Medienpartner und sendete während der drei Aktionstage rund um die Uhr im 30-Minuten-Takt aktuelle Nachrichten über den Fortgang der Projekte. Zahlreiche Korrespondenten waren dafür landesweit extra im Einsatz. Im Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge war ich für die Organisation und Durchführung dieser Aktion verantwortlich in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring Wunsiedel. 10 Jugendorganisationen führten hier 9 gemeinnützige Aufgaben durch:
1. die offene Jugendgruppe Bad Alexandersbad
stellte in Bad Alexandersbad alte Parkanlagen aus Markgräflicher Zeit wieder her
2. die offene Jugendgruppe Tröstau
baute unter fachkundiger Anleitung eine hölzerne Badeinsel
3. die Landjugend Reicholdsgrün
errichtete eine Kneippoase in Kleinschloppen
4. das Jugendrotkreuz Weißenstadt
renovierte den Gemeinschaftsraum der Lebenshilfe Marktredwitz und übernahm die Betreuung von Lebenshilfebewohnern beim Marktredwitzer Altstadtfest
5. das Jugendzentrum Wunsiedel
baute 30 Abfallkörbe und stellte diese im Naherholungsgebiet Katharinenberg auf
6. das Jugendzentrum Marktredwitz
gestaltete mit Hochbeeten und einer Kräuterspirale den Schulgarten der Lebenshilfeschule neu
7. die katholische Jugend Nagel und der BDKJ Kreisverband Wunsiedel
gestalteten den Pausenhof der Grundschule Marktredwitz neu
8. die evangelische Jugend Marktredwitz
baute einen Fahrradunterstellplatz für die Werkstatt der Lebenshilfeschule
9. der Jugendtreff YOUZ Marktredwitz-Brand
fertigte 50 Nistkästen an und stellte diese im Auenpark Marktredwitz auf
Alle Aufgaben wurden innerhalb der vorgegebenen Zeit von 3 Tagen teilweise fast schon professionell gelöst. Mein Dank gilt hier allen Jugendlichen, die hier selbstlos und unendgeldlich für die Gemeinschaft ihren Beitrag leisteten.